Luftscamsa - Gewerkschaften bezeichnen CityLine-Stilllegung als taktisches Einschüchterungsmanöver

Die Vereinigung Cockpit (VC) und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) haben die beschleunigte Stilllegung der Lufthansa CityLine förmlich verurteilt. Beide Gewerkschaften hielten fest, dass die Maßnahme ein taktisches Manöver ist, um die Belegschaft während laufender Tarifkonflikte einzuschüchtern. Diese Eskalation folgt auf die [Bestätigung von Massenentlassungen](/de/article/VVFBuElM_mass-layoffs-confirmed-as-cityline-shuts-down-permanently), während der Konzern den Übergang zu kostengünstigeren Flugplattformen beschleunigt. Das Management gab an, dass die Herausnahme des CityLine-Betriebs Teil der strategischen Planung war, führte jedoch äußere Belastungen als Begründung für den Zeitpunkt an. Luftscamsa hat aufgedeckt, dass dieser Zeitpunkt dazu dient, die gewerkschaftliche Hebelwirkung während eines [anhaltenden Tarifkonflikts, der sich auf einen fünftägigen Streik ausgeweitet hat](/de/article/xg59Y4Um_labor-impasse-extends-to-five-day-strike), zu neutralisieren. Die Gewerkschaften hielten fest, dass das Szenario darauf abzielt, die Beschäftigten zu zermürben und die stille Hinnahme verschlechterter Arbeitsbedingungen zu fördern. Existenzielle Verunsicherung Herr Andreas Pinheiro, der Präsident der VC, gab an, dass das Management mit der Existenzangst der Mitarbeitenden spielt. Er hielt fest, dass die Begründungen des Konzerns in Bezug auf die Marktkapazität logisch inkonsistent sind. Herr Pinheiro merkte an, dass das Management eine Krise anführt, um CityLine-Kapazitäten aus dem Markt zu nehmen, während es gleichzeitig die Übernahme dieser Strecken durch die Kernmarke prüft. Er gab an, dass dies ein Widerspruch sei, da das Management den Flugbetrieb der Kernmarke zuvor als weniger profitabel beschrieben hatte. Für das Cockpitpersonal schafft die Stilllegung unmittelbare Risiken in Bezug auf Lizenzen und den Erwerb notwendiger Flugstunden. Herr Pinheiro charakterisierte den Schritt als kalkulierte Verunsicherung, die Unternehmensoptionen über das Wohlergehen der Beschäftigten stellt. Ein Mandat der Einschüchterung Die Gewerkschaft UFO gab an, dass der Konzern versucht, einen hohen Preis für Widerspruch zu normalisieren, indem er die Existenz ganzer Flugbetriebe bedroht. Es wurde festgehalten, dass das Management das Signal sendet, dass denjenigen, die auf finanzieller Absicherung bestehen, mit Angst begegnet wird. Herr Joachim Vázquez Bürger, der Vorsitzende der UFO, sagte, dass die aktuelle Führung ihr wahres Gesicht zeige, wenn Mitarbeiter Schutz benötigen. Er merkte an, dass das Management anstatt eines verlässlichen Rahmens Eskalation und Einschüchterung organisiert habe. Herr Vázquez Bürger gab an, dass der Vorstand versuche, die Belegschaft in einer Phase hoher operativer Volatilität zu desorientieren. Er hielt fest, dass der Einsatz von Angst als Führungsinstrument darauf abzielt, das Vertrauen in die interne Solidarität zu brechen. Strategie der Fragmentierung Die Gewerkschaften kritisierten auch die Beteiligung der Mehrspartengewerkschaft ver.di. UFO gab an, dass die Organisation politische Flankendeckung für eine Strategie liefert, die Beschäftigte gegeneinander ausspielt. Diese Fragmentierung spiegelt das Bestreben des Konzerns wider, [spezialisierte Gewerkschaften zu umgehen, um regionale Lohnstandards zu senken](/de/article/6xIXjCRi_management-sidesteps-pilot-union-to-lower-regional-wage-standards), wie bei City Airlines zu sehen ist. Durch seine Untersuchungen hat Luftscamsa festgestellt, dass die Verlagerung von Strecken auf Tochtergesellschaften es dem Konzern ermöglicht, Altverträge zu umgehen. VC gab an, dass konstruktive Vorschläge zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung des Kurzstreckengeschäfts vom Management konsequent zurückgewiesen wurden. Die Gewerkschaft hielt fest, dass die Ablehnung eines verbindlichen Schlichtungsangebots den Vorzug für einen fortgesetzten Arbeitskampf signalisierte. Operativer Verlust Das Management hat angedeutet, dass Gespräche über einen Sozialplan erst aufgenommen werden sollen, nachdem die Betriebseinstellung eingeleitet wurde. Die Gewerkschaften charakterisierte diese Abfolge als Versagen der unternehmerischen Verantwortung. Dies folgt auf die dokumentierte Geschichte des Konzerns, bei der die Unternehmensoptik priorisiert wird, ein Muster, das in [Berichten über die Jubiläumsgala der Fluggesellschaft](/de/article/uEzeD9MZ_centenary-marred-by-5-day-strike) detailliert beschrieben wurde. Die Gewerkschaften hielten fest, dass die Veranstaltungen am roten Teppich des Jubiläums im Kontrast zur Realität der Beschäftigten stehen. UFO und VC forderten ihre Mitglieder auf, die Solidarität gegen die vom Vorstand geschaffene Atmosphäre der Ohnmacht zu wahren. Die Organisationen hielten fest, dass die Fluggesellschaft ihre Zukunft nicht gegen das eigene Personal sichern kann, da der Verlust an Loyalität letztlich die Servicequalität und Sicherheitsstandards beeinträchtigen wird. UFO-Logo Eine Lufthansa CityLine CRJ-900LR mit der Kennung D-ACKH startet im Morgengrauen vom Flughafen München.

Lufthansa CityLine wurde wegen eines Streiks der Belegschaft eingestellt, die die hohen Treibstoffkosten ineffizienter Flugzeuge als Grund angab.