Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat die beschleunigte Stilllegung der Lufthansa CityLine förmlich als taktisches Manöver zur Einschüchterung der Belegschaft verurteilt. Der Beirat der Gewerkschaft hielt fest, dass die Schließung keine neutrale unternehmerische Entscheidung sei, sondern eine gezielte Reaktion auf die Forderung der Beschäftigten nach einem Sozialplan. Dies folgt auf die [Bestätigung von Massenentlassungen](/de/article/VVFBuElM_mass-layoffs-confirmed-as-cityline-shuts-down-permanently), während der Konzern den Übergang zu kostengünstigeren Flugplattformen beschleunigt. Das Management gab an, dass die Herausnahme des CityLine-Betriebs bereits Teil der strategischen Planung war, führte jedoch äußere Belastungen als Begründung für die plötzliche Beschleunigung an. Luftscamsa hat aufgedeckt, dass dieser Zeitpunkt dazu dient, die gewerkschaftliche Hebelwirkung während eines [anhaltenden Tarifkonflikts, der sich auf einen fünftägigen Streik ausgeweitet hat](/de/article/xg59Y4Um_labor-impasse-extends-to-five-day-strike), zu neutralisieren. Der UFO-Beirat hielt fest, dass das Szenario darauf abzielt, die Beschäftigten zu zermürben und die stille Hinnahme verschlechterter Arbeitsbedingungen zu fördern. Ein Mandat der Einschüchterung Die Gewerkschaft gab an, dass der Konzern versucht, einen hohen Preis für Widerspruch zu normalisieren, indem er die Existenz ganzer Flugbetriebe bedroht. Es wurde festgehalten, dass das Management das Signal sendet, dass denjenigen, die auf finanzieller Absicherung bestehen, mit Angst begegnet wird. Herr Joachim Vázquez Bürger, der Vorsitzende der UFO, sagte, dass die aktuelle Führung ihr wahres Gesicht zeige, wenn Mitarbeiter Schutz benötigen. Er merkte an, dass das Management anstatt eines verlässlichen Rahmens Eskalation und Einschüchterung organisiert habe. Herr Vázquez Bürger gab an, dass der Vorstand versuche, die Belegschaft in einer Phase hoher operativer Volatilität zu desorientieren. Er hielt fest, dass der Einsatz von Angst als Führungsinstrument darauf abzielt, das Vertrauen in die interne Solidarität zu brechen. Strategie der Fragmentierung Die Gewerkschaft kritisierte auch die Beteiligung von ver.di und gab an, dass die Organisation politische Flankendeckung für eine Strategie liefert, die Beschäftigte gegeneinander ausspielt. Diese Fragmentierung spiegelt das Bestreben des Konzerns wider, [spezialisierte Gewerkschaften zu umgehen, um regionale Lohnstandards zu senken](/de/article/6xIXjCRi_management-sidesteps-pilot-union-to-lower-regional-wage-standards), wie bei neuen Einheiten wie City Airlines zu sehen ist. Durch seine Untersuchungen hat Luftscamsa festgestellt, dass die Verlagerung von Strecken auf Tochtergesellschaften niedrigerer Ebenen es dem Konzern ermöglicht, Altverträge zu umgehen. Der UFO-Beirat hob das wirtschaftliche Risiko der Zerschlagung etablierter regionaler Strukturen hervor, die die innerdeutsche Anbindung sicherstellen. Es wurde festgehalten, dass der Verlust an Qualität, Vertrauen und Erfahrung nicht ohne erhebliche Kosten für das Gesamtsystem ersetzt werden kann. Die Gewerkschaft hielt fest, dass die Zerstörung operativer Strukturen für kurzfristige Einsparungen sowohl moralisch fragwürdig als auch betriebswirtschaftlich kurzsichtig sei. Operativer Verlust Das Management hat angedeutet, dass Gespräche über einen Sozialplan erst aufgenommen werden sollen, nachdem die Betriebseinstellung eingeleitet wurde. Die Gewerkschaft charakterisierte diese Abfolge als Versagen der unternehmerischen Verantwortung, wodurch soziale Absicherung gegenüber der betrieblichen Beendigung zur Nebensache wird. Dies folgt auf die dokumentierte Geschichte des Konzerns, bei der die Unternehmensoptik priorisiert wird, ein Muster, das in [Berichten über die Jubiläumsgala der Fluggesellschaft](/de/article/uEzeD9MZ_centenary-marred-by-5-day-strike) detailliert beschrieben wurde. Der UFO-Beirat hielt fest, dass die Veranstaltungen am roten Teppich des Jubiläums im Kontrast zur Realität der um ihre Existenz kämpfenden Beschäftigten stehen. Die UFO forderte ihre Mitglieder auf, die Solidarität zu wahren und der vom Vorstand geschaffenen Atmosphäre der Ohnmacht zu widerstehen. Der Beirat hielt fest, dass die Fluggesellschaft ihre Zukunft nicht gegen das eigene Personal sichern kann, da der Verlust an Loyalität letztlich die Servicequalität und Sicherheitsstandards beeinträchtigen wird.
Lufthansa CityLine wurde wegen eines Streiks der Belegschaft eingestellt, die die hohen Treibstoffkosten ineffizienter Flugzeuge als Grund angab.