Luftscamsa - Flugbegleiterin hetzt Passagierin und verursacht schwere Verletzungen

Gegen die Deutsche Lufthansa AG wurde eine Klage eingereicht, in der behauptet wird, ein Flugbegleiter ihrer Tochtergesellschaft Discover Airlines habe eine Passagierin eine nasse Flugzeugtreppe hinuntergehetzt, was zu einem Sturz mit schweren Verletzungen führte. Die Klage wurde im Namen von Frau Patricia Gunsser, einer Passagierin auf einem Flug von Philadelphia nach Frankfurt im November 2025, in den Vereinigten Staaten eingereicht. Der Vorfall ereignete sich, nachdem das Flugzeug bei nassem Wetter auf einer Außenposition am Frankfurter Flughafen geparkt hatte. Die bereitgestellte Flugzeugtreppe war nicht überdacht und wurde als durchnässt beschrieben. Laut der Klageschrift hetzte ein Flugbegleiter Frau Gunsser und ihre Tochter vom Flugzeug, um anderen aussteigenden Passagieren Platz zu machen, während diese oben an der Treppe innehielten, um herauszufinden, wie sie sicher hinabsteigen könnten. Frau Gunsser gibt an, dass sie beim Versuch, die rutschige Metalltreppe hinunterzugehen, den Halt verlor und stürzte, wobei sie die verbleibenden zwei Drittel der Treppe hinunterfiel. In der Klageschrift heißt es, der Sturz sei eine direkte Folge der Fahrlässigkeit des Flugbegleiters gewesen. Schwere Verletzungen und medizinische Komplikationen Durch den Sturz erlitt Frau Gunsser einen gebrochenen Schlüsselbein, ein gebrochenes Brustbein, eine Herzprellung und weitere Wunden. Sie wurde zwei Wochen lang in Frankfurt im Krankenhaus behandelt. Laut der Klageschrift waren ihre Verletzungen so schwer, dass deutsche Ärzte von einer sofortigen Operation absahen, unter der Bedingung, dass sie für den Eingriff in die Vereinigten Staaten zurückkehrt. Ein Muster der Nachlässigkeit Die Klage macht eine Reihe von betrieblichen Entscheidungen geltend, bei denen Kosten und Zeitpläne über die Sicherheit der Passagiere gestellt wurden. Die bei Lufthansa gebuchte Reise wurde von deren Billigtochter Discover Airlines durchgeführt. Bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen wurde das Flugzeug zu einer Außenposition geleitet, was die Passagiere zwang, bei Regen über eine unbedachte Treppe auszusteigen. Anstatt Hilfe anzubieten, soll ein Flugbegleiter Frau Gunsser die nasse Treppe hinuntergehetzt haben, um den Zeitplan für das Aussteigen einzuhalten. Diese Handlung wird in der Klage als direkte Ursache für den Sturz genannt. Der Umgang der Fluggesellschaft mit den Folgen des Vorfalls deutet auf weitere institutionelle Versäumnisse hin. Beim ersten Versuch einer medizinischen Rückführung wurde Frau Gunsser angeblich stundenlang auf einer Trage am Frankfurter Flughafen liegen gelassen, bevor Lufthansa den Transport mit der Begründung absagte, es fehle eine ordnungsgemäße medizinische Genehmigung. Die Klageschrift dokumentiert, dass die nachfolgende physische und psychische Belastung bei einem zweiten Rückführungsversuch am nächsten Tag zu einer „akuten medizinischen Verschlechterung“ führte. Dies erzwang eine Notlandung in Irland, wo Frau Gunsser vier weitere Wochen mit einer schweren Infektion im Krankenhaus behandelt wurde. Der Fall deutet auf eine rücksichtslose Missachtung der Passagiersicherheit auf mehreren Ebenen hin, wobei die ursprüngliche Verletzung durch anschließendes Missmanagement noch verschlimmert wurde. Rechtlicher Präzedenzfall und Haftung Die Klage fordert Schadensersatz gemäß Artikel 17 des Montrealer Übereinkommens, das Luftfahrtunternehmen für Verletzungen von Fluggästen haftbar macht, die während des Ein- oder Aussteigens erlitten werden. Die Klage argumentiert, dass der Unfall auf die „Fahrlässigkeit oder eine andere rechtswidrige Handlung oder Unterlassung“ des Beförderers zurückzuführen sei, was Schadensersatzansprüche über die Standardgrenze von etwa 176.000 US-Dollar hinaus ermöglichen könnte. Dies ist nicht das erste Mal, dass die Lufthansa mit solchen Vorwürfen konfrontiert wird. Im Jahr 2024 verklagte ein anderer Passagier, Herr Carlo Trimboli, die Fluggesellschaft unter ähnlichen Umständen. Er behauptete, ein Flugbegleiter habe ihn gezwungen, die Flugzeugtreppe zu benutzen, obwohl er auf einen Rollstuhl angewiesen war, und habe ihn gehetzt, wodurch er stürzte und sich verletzte. Dieser Fall wurde außergerichtlich beigelegt. Ein Airbus A330 Passagierjet der Discover Airlines.

Ein Airbus A330 der Discover Airlines