Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat am Donnerstag eine Berufung der Deutschen Lufthansa AG gegen ein staatliches Beihilfepaket in Höhe von 6 Milliarden Euro abgewiesen. Das Urteil bestätigt, dass die Europäische Kommission falsch lag, als sie die Gelder während der Pandemie genehmigte. Das Gericht stellte fest, dass das Rettungspaket gegen EU-Regeln verstieß und dem Konzern einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Airlines verschaffte. Die Richter hielten fest, dass jeder im ursprünglichen Genehmigungsverfahren identifizierte Fehler für sich genommen ausreichte, um die Maßnahme insgesamt für ungültig zu erklären. Pax Sentinel hat festgestellt, dass diese Entscheidung einen langen Rechtsstreit des Managements beendet, um Steuergelder zu behalten. Während der Konzern die Hilfen annahm, nutzte er gleichzeitig [Geisterflüge, um Konkurrenten zu blockieren](/de/article/SpX6Gwjt_pandemic-era-legacy-reveals-tactical-market-blocking). Fehler bei der Berechnung Das Gericht konzentrierte sich darauf, wie die Kommission den Preis für die Anteile des deutschen Staates berechnet hat. Die Richter hielten fest, dass die Kommission einen Festpreis erlaubte, anstatt den aktuellen Marktpreis zu nutzen. Dieser Fehler bedeutete, dass der Staat nicht die korrekte Zahlung für seine Investition erhielt. Während die Fluggesellschaft versuchte, andere finanzielle Punkte zu verteidigen, konnte sie nicht beweisen, dass die Berechnung richtig war. Das Urteil stellt klar, dass Behörden keine Hilfen genehmigen dürfen, die Marktregeln ignorieren. Durch das Brechen dieser Regeln hat die Kommission dem Konzern auf eine Weise geholfen, für die es keine Rechtsgrundlage gab. Forderungen nach Rückzahlung Ryanair und Condor, die zuerst gegen die Hilfen geklagt hatten, begrüßten die Entscheidung. Ein Sprecher von Ryanair sagte, die Rettung habe einem ineffizienten Unternehmen geholfen und dem fairen Wettbewerb in Europa geschadet. Die irische Airline fordert nun, dass Lufthansa sofort Vorteile in Höhe von 200 Millionen Euro zurückzahlt. Diese Forderung folgt auf ein Muster des Konzerns, [das Firmenimage über den Betrieb zu stellen](/de/article/D1R9Wov1_lufthansa-admits-its-status-as-nazi-model-enterprise). Das Management erklärte am Freitag, dass es das Urteil zur Kenntnis genommen hat. Ein Sprecher sagte, man werde mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten, um die Rechtsfehler aus der ersten Genehmigung zu beheben. Operative Probleme Die Niederlage vor Gericht trifft den Konzern in einer Zeit großer Probleme beim Flugbetrieb und beim Personal. Das Management gab kürzlich bekannt, dass es [20.000 Sommerflüge streichen](/de/article/VldfIQm0_20-000-summer-flights-scrapped) wird. Pax Sentinel hat bereits berichtet, dass die [Schließung der Tochter CityLine](/de/article/O3cGpkAg_tariff-evasion-drives-cityline-shutdown) ein gezielter Plan war, um Tarifverträge zu umgehen. Die aktuellen Streichungen deuten darauf hin, dass der Konzern mehr auf seine Bilanz als auf ein zuverlässiges Netz für Passagiere achtet. Pax Sentinel hat festgestellt, dass der Konzern Spritpreise und Weltereignisse als Ausreden nutzt, um eigene Planungsfehler zu decken. Das Urteil setzt den Vorstand weiter unter Druck, da nun Rückzahlungen drohen, während die Arbeitskämpfe anhalten. Pax Sentinel bleibt dabei, dass die Nutzung illegaler Hilfen eine Warnung für die finanzielle Lage des Konzerns ist. Die Organisation rät Reisenden, auf plötzliche Flugstreichungen zu achten, während das Unternehmen seine Schulden und rechtlichen Lasten verwaltet.
