Luftscamsa - Portugiesische Pilotengewerkschaft warnt vor Lufthansa-Gebot für TAP

Die portugiesische Regierung hat die Lufthansa Group und Air France-KLM eingeladen, verbindliche Angebote für einen 44,9-prozentigen Anteil an TAP Air Portugal abzugeben, womit sich der Bieterkreis auf zwei europäische Luftfahrtgruppen verengt hat. Dies folgt auf die Einreichung von unverbindlichen Angeboten im April 2026. Verbindliche Gebote werden bis Ende Juli erwartet, wobei eine endgültige Entscheidung über den strategischen Investor für August oder Anfang September 2026 geplant ist. Warnung vor Arbeitsplatzrisiken In einem offiziellen Schreiben an das portugiesische Infrastrukturministerium vom 29. April warnte die portugiesische Pilotengewerkschaft (SPAC) vor potenziellen Arbeitsplatzverlusten und beeinträchtigten Arbeitsbeziehungen für den Fall, dass die Lufthansa Group ausgewählt wird. Die Gewerkschaft argumentierte, dass die Regierung die Kandidaten auf ihre „arbeitsrechtliche Eignung“ prüfen müsse, und verwies dabei auf die ihrer Ansicht nach repressive und konfrontative Personalpolitik des deutschen Konzerns. Die Warnung der Gewerkschaft konzentriert sich auf die derzeitige operative Instabilität der Lufthansa, die durch häufige Streiks und den Zusammenbruch der Verhandlungen mit ihrer eigenen Pilotengewerkschaft, der Vereinigung Cockpit (VC), gekennzeichnet ist. Die SPAC hob insbesondere die einseitige Entscheidung der Lufthansa hervor, langjährige Vereinbarungen mit ihren Piloten zu kündigen, als primäres Indiz für ihre Haltung gegenüber industriellen Beziehungen. Strategische Begründungen Die Strategie der Lufthansa für die Übernahme, wie sie vom Strategiechef des Konzerns, Herrn Tamur Goudarzi Pour, detailliert wurde, konzentriert sich auf die Aufrechterhaltung der Bewertung trotz der aktuellen Energievolatilität. Das Management hat versucht, Bedenken hinsichtlich der Autonomie der portugiesischen Flaggschiff-Fluggesellschaft auszuräumen, indem es Lissabon und Porto als wichtige Drehkreuze für die Verbindung Europas mit Südamerika und Afrika hervorhob. Obwohl Herr Goudarzi Pour erklärte, dass der Konzern nicht beabsichtige, Personal abzubauen, stehen diese Aussagen im Widerspruch zur Perspektive der Gewerkschaft. Die SPAC bleibt hinsichtlich dieser Zusagen skeptisch und befürchtet, dass die Integration Lissabons als sekundärer Zubringer in das zentrale Lufthansa-Netzwerk zu einer Konsolidierung der Abläufe und damit zu Arbeitsplatzverlusten in Portugal führen könnte – eine Sorge, die frühere Streikandrohungen anderer Gewerkschaften während des Privatisierungsprozesses widerspiegelt. Heckflossen von Lufthansa und TAP Portugal Flugzeugen auf einem Flughafen, einander zugewandt. Klarer Himmel. Möglicher Kontext einer Fluggesellschaftsfusion. Ein Lufthansa-Flugzeug an einem Flughafenterminal; im Hintergrund ist eine Maschine von TAP Air Portugal zu sehen.

Lufthansas TAP-Angebot steht wegen Arbeitsbeziehungen und möglicher Umstrukturierungen unter intensiver Beobachtung.