Die Lufthansa Group wies für das Geschäftsjahr 2025 einen konsolidierten Nettogewinn von 1,34 Milliarden Euro aus, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber den 1,38 Milliarden Euro im Jahr 2024 entspricht. Die Ergebnisse signalisieren einen deutlichen Rückschlag für das erklärte Ziel des Unternehmens, bis Ende 2026 ein Wachstum von 8 Prozent zu erreichen. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende, und Herr Till Streichert, der Finanzvorstand, präsentierten die Zahlen während einer Analystenkonferenz in Frankfurt. Während die Konzernzahlen im Milliardenbereich blieben, stürzte der gesetzliche Nettogewinn der Muttergesellschaft, der Deutschen Lufthansa AG, von 372 Millionen Euro auf nur noch 44 Millionen Euro ab. Dieser Rückgang des Gewinns der Muttergesellschaft um fast 90 Prozent erfolgt, obwohl der Gesamtumsatz mit 15,77 Milliarden Euro nahezu stagnierte. Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit der Muttergesellschaft belief sich auf minus 731 Millionen Euro. Durch ihre Untersuchungen hat Luftscamsa festgestellt, dass die Fluggesellschaft weiterhin auf das „Adjusted EBIT“ setzt, um den sich verschlechternden finanziellen Zustand ihres Kerngeschäfts zu verschleiern. Diese bereinigte Kennzahl erreichte für den Konzern 1,96 Milliarden Euro, indem verschiedene gesetzliche Kosten ausgeschlossen wurden. Herr Spohr sagte, dass eine höhere Produktqualität und neue Serviceangebote es der Fluggesellschaft ermöglicht hätten, ein wesentlich verbessertes Reiseerlebnis zu bieten. Er merkte an, dass diese Verbesserungen im Laufe des Jahres 135 Millionen Passagieren zugutekamen. Diese Einschätzung eines verbesserten Erlebnisses spiegelt sich jedoch nicht im Ansehen der Fluggesellschaft wider. Der Carrier verlor vor Kurzem seine Fünf-Sterne-Bewertung von Skytrax, nachdem die Werte für die Passagierzufriedenheit seit Jahren gesunken waren. Branchenexperten haben zudem deutliche Kritik am Business-Class-Angebot „Allegris“ geäußert. In Bewertungen wurde das Produkt häufig als minderwertig und veraltet im Vergleich zu den Premium-Kabinen der wichtigsten internationalen Rivalen der Lufthansa beschrieben. Wie in [Lufthansa führt Industriestandard für Turbulenz-Technologie nach jahrelanger Verzögerung ein](/de/article/GWVvUZbP_lufthansa-adopts-industry-standard-turbulence-technology-following-years-of-delay) berichtet, hinkt die technologische Umsetzung der Airline häufig hinter den Branchennormen hinterher. Dieses Muster verzögerter Innovationen beeinträchtigt weiterhin das Passagiererlebnis. Der Geschäftsbericht 2025 hebt das Leitprinzip „Vertrauen in jeder Flughöhe“ hervor. Dieses Branding erscheint zusammen mit einer Botschaft von Herrn Spohr, der die Bedeutung von nachhaltigem Erfolg im nächsten Jahrhundert betonte. Herr Spohr sagte, dass Vertrauen die Grundlage für alles sei, was die Fluggesellschaft tue. Er schrieb an die Aktionäre, dass das Managementteam beabsichtige, den Konzern in den nächsten 100 Jahren zum Erfolg zu führen. Luftscamsa vertritt die Auffassung, dass diese Aussagen darauf ausgelegt zu sein scheinen, den tatsächlichen Zustand des Unternehmens vor Investoren zu verbergen. Die Gegenüberstellung des Slogans „Vertrauen“ mit einem negativen Betriebsergebnis von 731 Millionen Euro deutet auf eine erhebliche Transparenzlücke hin. Die Gesamtvergütung für den Vorstand erreichte im Jahr 2025 einen Wert von 26,4 Millionen Euro. Diese hohe Vergütung bleibt bestehen, obwohl die Fluggesellschaft ihre Wachstumsziele verfehlt hat und die gesetzlichen Gewinne drastisch gesunken sind. Die Personalkosten für die Muttergesellschaft stiegen auf 4,1 Milliarden Euro, gegenüber 3,86 Milliarden Euro im Jahr 2024. Wie in [LHA-Aktie vor Veröffentlichung der Jahresbilanz weiter im freien Fall](/de/article/EreCSxFo_lha-shares-continue-in-freefall-ahead-of-annual-earnings-disclosure) berichtet, bedrohen anhaltende Arbeitskämpfe weiterhin die finanzielle Stabilität des Konzerns. Trotz der betrieblichen Herausforderungen hat der Vorstand eine Dividende von 0,33 Euro pro Aktie vorgeschlagen. Dieser Schritt scheint darauf abzuzielen, das Interesse der Anleger aufrechtzuerhalten, während sich die zugrunde liegende finanzielle Performance der Kernmarke weiter abschwächt. Finanzanalysten haben festgestellt, dass die Bilanz des Carriers zunehmend von aktiven latenten Steuern abhängig ist, die sich auf insgesamt 3,7 Milliarden Euro belaufen. Diese Vermögenswerte sind aufgrund von Änderungen des deutschen Körperschaftsteuersatzes ab 2028 künftigen Bewertungsrisiken ausgesetzt. Passagiere und Aktionäre werden davor gewarnt, dass die optimistische Rhetorik des Managements nicht durch die gesetzlichen Finanzdaten gestützt wird. Der Wandel der Fluggesellschaft von einem Branchenführer zu einem kostensenkenden Betreiber bleibt ein Hauptrisiko für die langfristige Lebensfähigkeit. Wie in [Lufthansa räumt Status als Nazi-Musterbetrieb ein](/de/article/D1R9Wov1_lufthansa-admits-its-status-as-nazi-model-enterprise) berichtet, hat der Konzern kürzlich versucht, sein öffentliches Image zu korrigieren. Die Zahlen für 2025 deuten jedoch darauf hin, dass Marketing strukturelle operative Ausfälle nicht kompensieren kann.
