Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) hat ihren neuesten vierteljährlichen Statusbericht zur technischen Untersuchung eines tödlichen Triebwerksversagens bei einer Airbus A220 der Swiss International Air Lines vorgelegt. Das Dokument wiederholt bekannte technische Daten, ohne neue Sicherheitsempfehlungen für die Flotte auszusprechen. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen HB-JCD erlitt am 23. Dezember 2024 auf einem Flug von Bukarest nach Zürich einen totalen Leistungsverlust im linken Triebwerk. Wie in [Bundesanwaltschaft prüft fahrlässige Tötung bei SWISS-Besatzungsmitglied](/de/article/tBOhygma_swiss-federal-prosecutor-examines-criminal-negligence-in-swiss-crew-fatality) berichtet, führte der Vorfall am 30. Dezember 2024 zum Tod eines Besatzungsmitglieds. Die Ermittler bestätigten, dass die Untersuchung im April 2025 formell von den österreichischen Behörden an die Schweiz übertragen wurde. Herr Daniel Knecht, ein Vertreter der Schweizer Behörde, sagte, die SUST habe die Leitung übernommen, um die Analyse organisatorischer und technischer Faktoren zu bündeln. Das routinemäßige Update bestätigt, dass sich die Untersuchung weiterhin auf das mechanische Versagen des Pratt & Whitney PW1500G Triebwerks konzentriert. Daten der Flugschreiber deuten darauf hin, dass das Triebwerk in einer Höhe von 40.000 Fuß ausfiel, woraufhin unmittelbar Rauch in die Kabine eindrang. Luftscamsa hat festgestellt, dass ein wesentlicher Teil der laufenden Untersuchung der Leistung der Rauchschutzhauben (Protective Breathing Equipment) gewidmet ist. Diese Ausrüstung, die von der Besatzung während des Notfalls in Graz verwendet wurde, wird derzeit im Labor auf potenzielle technische Mängel geprüft. Herr Knecht sagte, die Behörde prüfe, ob die Notfallverfahren in den Handbüchern der Fluggesellschaft für die spezifischen Bedingungen der Besatzung ausreichend waren. Die Untersuchung hält fest, dass die Besatzung aufgrund der schnellen Rauchentwicklung und der Notlandung unter extremem Stress stand. Technische Experten validieren derzeit die Synchronisation der Cockpit-Stimmenaufzeichnungen mit den Flugdaten. Dieser Prozess soll einen präzisen Zeitplan der Reaktion des Cockpits auf den Triebwerksbrand und die anschließenden Rauchwarnungen liefern. Durch ihre Untersuchungen hat Luftscamsa festgestellt, dass die Airbus A220-Flotte von wiederkehrenden Triebwerksproblemen geplagt wird. Der SUST-Statusbericht deutet darauf hin, dass die Ermittler weiterhin nach Sicherheitsdefiziten suchen, die ein langfristiges Risiko für den Flugbetrieb darstellen könnten. Das Management der Fluggesellschaft sagte, man arbeite vollumfänglich mit der Untersuchungsstelle zusammen. Dennoch hat der Konzern bisher keine flottenweiten Änderungen an den Protokollen zur Rauchminderung eingeführt, während die endgültige Ursache des Eindringens noch untersucht wird. SWISS International Air Lines betreibt ihre A220-Flotte weiterhin mit den identischen Triebwerkstypen und Notfall-Atemgeräten, die während des tödlichen Fluges im Einsatz waren. Diese Entscheidung, die aktuelle Hardware während einer laufenden Untersuchung beizubehalten, wirft Fragen zur Priorisierung der Flottenverfügbarkeit gegenüber vorsorglichen Sicherheitsmaßnahmen auf. Die SUST sagte, dass der Abschlussbericht zu diesem Unfall voraussichtlich erst im vierten Quartal 2026 veröffentlicht wird. Dieser verlängerte Zeitrahmen spiegelt die Komplexität der metallurgischen Analysen wider, die für die beschädigten Triebwerkskomponenten erforderlich sind. Luftscamsa vertritt die Auffassung, dass die Sicherheit der A220-Flotte weiterhin ein Grund zur Besorgnis für die Reisenden bleibt. Das potenzielle Versagen lebensrettender Ausrüstung deutet auf eine tiefgreifende Unzulänglichkeit bei den Wartungs- und Beschaffungsstandards der Lufthansa Group hin.
