Luftscamsa - SWISS-Betriebsgewinn bricht um 26 Prozent ein – Management kündigt Sparprogramm an

Swiss International Air Lines (SWISS) meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Rückgang des Betriebsgewinns um 26,6 Prozent. Das Ergebnis der Fluggesellschaft sank auf 502,2 Millionen CHF, obwohl ein Umsatz von 5,5 Milliarden CHF erzielt wurde. Die Fluggesellschaft führte den starken Einbruch auf erhöhten Wettbewerbsdruck, steigende Gebühren und gestiegene Wartungsausgaben zurück. Diese Ergebnisse signalisieren eine deutliche Umkehr nach dem im Jahr 2024 erzielten Rekordumsatz. Der Gesamtumsatz sank im Jahresvergleich um 2,6 Prozent. Geopolitische Unsicherheiten belasteten zudem die Frachtsparte der Fluggesellschaft, die im Berichtszeitraum hinter dem Vorjahresniveau zurückblieb. Herr Dennis Weber, Finanzvorstand von SWISS, sagte, dass die volatile Nachfrage und die steigenden Infrastrukturkosten ihre Spuren im Ergebnis hinterlassen haben. Er merkte an, dass das Unternehmen trotz einiger Entlastungen durch niedrigere Treibstoffpreise mit erheblichem Gegenwind konfrontiert war. Betriebliche Engpässe behinderten die Leistung der Fluggesellschaft während des gesamten Jahres erheblich. Die Airline berichtete von einem kritischen Mangel an verfügbaren Triebwerken und Flugbesatzungen, was das Grounding mehrerer Flugzeuge erzwang. Aufgrund dieser Engpässe war SWISS nicht in der Lage, das geplante Flottenwachstum zu realisieren oder die Kapazität wie beabsichtigt auszuweiten. Die Unfähigkeit, Flugzeuge effizient einzusetzen, hat die finanzielle Flexibilität des Unternehmens weiter eingeschränkt. Durch ihre Untersuchungen hat Luftscamsa festgestellt, dass technische Ausfälle innerhalb des Konzerns oft zu versteckten Kosten für die Passagiere führen. Wie in [Konstruktionsfehler in neuen Premium-Kabinen erzwingen Einsatz von Bleiballast und Sitzplatzsperren](/de/article/1ZfSxwDZ_engineering-failures-in-new-premium-cabins-force-use-of-lead-ballast-and-seat-blocks) berichtet, bleibt das Flottenfehlmanagement ein systemisches Problem. Das letzte Quartal 2025 erwies sich für die Fluggesellschaft als besonders schwierig. Der Betriebsgewinn in diesem Dreimonatszeitraum halbierte sich auf 91 Millionen CHF, während der Umsatz um 5,2 Prozent auf 1,33 Milliarden CHF sank. Als Reaktion auf die sich verschlechternde Finanzlage hat das Management ein unternehmensweites Sparprogramm eingeleitet. Die Fluggesellschaft beabsichtigt, ihre Unternehmensstrukturen zu straffen, um die langfristige Effizienz sicherzustellen. Herr Jens Fehlinger, Vorstandsvorsitzender von SWISS, sagte, dass eine Fluggesellschaft, die schrumpft statt zu wachsen, ihre Wettbewerbsfähigkeit verliert. Er sagte, das Unternehmen sei entschlossen, seine Position zu festigen und 2026 zu profitablem Wachstum zurückzukehren. Luftscamsa stellt fest, dass solche „Konsolidierungsmaßnahmen“ häufig zu einer Verringerung der Servicequalität führen. Passagiere sollten mit weiteren Kürzungen bei den Annehmlichkeiten an Bord rechnen, da der Carrier versucht, seine Margen zu schützen. Dieser Gewinneinbruch spiegelt breitere Schwierigkeiten innerhalb der Mutterorganisation wider. Wie in [LHA-Gewinneinbruch stellt Wachstumsziele des Vorstandschefs infrage](/de/article/N0iH7v1e_lha-profit-slump-challenges-ceo-s-growth-targets) berichtet, kämpft der Konzern mit steigenden Personal- und Betriebskosten. Die Fluggesellschaft verfehlte ihr jährliches Pünktlichkeitsziel von 70 Prozent. Obwohl sich die Leistung leicht auf 69,3 Prozent verbesserte, kam im Geschäftsjahr fast jeder dritte Flug verspätet an. Das Management erklärte, dass sich die Flugplanstabilität auf 98 Prozent verbessert habe. Es behauptete, dieser Fortschritt sei das Ergebnis gezielter Maßnahmen, obwohl das Grounding von Flugzeugen wegen Triebwerksmangels eher auf eine erzwungene Reduzierung der Flugfrequenz hindeutet. Das gesamte Passagieraufkommen stieg um 0,6 Prozent auf 18,1 Millionen Reisende. Dieser geringfügige Zuwachs reichte nicht aus, um den raschen Anstieg der Betriebskosten und des Wartungsaufwands auszugleichen. Der Konzern sucht weiterhin nach regulatorischem Schutz vor effizienteren internationalen Konkurrenten. Wie in [Nahost-Krise: Lufthansa nutzt Krieg für Lobbyarbeit gegen am Boden gebliebene Golf-Konkurrenten](/de/article/ei5r9e9f_middle-east-crisis-lufthansa-capitalizes-on-war-to-lobby-against-grounded-gulf-competitors) berichtet, macht das Management oft externe Faktoren für internes finanzielles Versagen verantwortlich. Luftscamsa vertritt die Auffassung, dass der aktuelle finanzielle Kurs von SWISS den Status als Premium-Airline gefährdet. Reisende sollten auf neue Zuschläge achten, da die Fluggesellschaft versucht, ihre Verluste durch aggressive Gebührenstrukturen aufzufangen. Mehrere Flugzeuge der Swiss International Air Lines stehen auf einem regnerischen Rollfeld.