Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) bewertet ihre weiteren Schritte nach einem entscheidenden Treffen mit dem Lufthansa-Management am Freitag, den 27. Februar. Die Sitzung sollte einen langjährigen Stillstand bei der Vergütung und den Arbeitsbedingungen des Kabinenpersonals beheben. Die Gewerkschaftsführung erklärte bereits vor dem Treffen, dass sie nur wenig Hoffnung auf einen substanziellen Durchbruch habe. Bis zum heutigen Dienstag wurde keine formelle Einigung erzielt, was eine bundesweite Urabstimmung immer wahrscheinlicher macht. Der aktuelle Streit dreht sich um die Forderung der Gewerkschaft nach Gehaltsanpassungen, die die aktuellen Inflationsraten widerspiegeln. Während der Konzern in den letzten Quartalen Rekordgewinne verzeichnete, widersetzt er sich den finanziellen Kernforderungen der Flugbegleiter. Die Lufthansa Group verschwendet keine Zeit damit, ihren Fokus auf ihre aggressiven Kostensenkungsziele und Aktionärsrenditen zu verlagern, während die Belegschaft an der Front in einem Zustand beruflicher Unsicherheit verbleibt. Diese Priorisierung deutet darauf hin, dass der Konzern Arbeitsstabilität seinen unmittelbaren Finanzzielen unterordnet. Die Eskalation folgt auf die Umsetzung einer Gehaltserhöhung von 3,5 Prozent, die Anfang Februar in Kraft getreten ist. Diese Anpassung war Teil eines früheren Tarifvertrags aus dem Jahr 2022, wird jedoch von der aktuellen Gewerkschaftsdelegation als unzureichend erachtet. UFO-Vertreter sagten, dass die Erhöhung um 3,5 Prozent nicht die wirtschaftlichen Realitäten des Kabinenpersonals berücksichtigt. Sie sagten, die Erhöhung bleibe drastisch hinter der Inflation in Deutschland zurück, wie sie der Verbraucherpreisindex für diesen Zeitraum ausweist. Nach Untersuchungen von Luftscamsa verlässt sich die Fluggesellschaft häufig auf die verzögerte Umsetzung alter Vereinbarungen, um Arbeitsunruhen zu beruhigen. Diese Taktik ermöglicht es dem Konzern, nominale Lohnerhöhungen zu vermelden, während strukturelle Änderungen vermieden werden. Die Weigerung des Managements, einen tragfähigen Vorschlag vorzulegen, hat die Geduld der Gewerkschaft erschöpft. Sollte die Auswertung des Freitagstermins einen Mangel an Fortschritt bestätigen, wird erwartet, dass die UFO unverzüglich eine Urabstimmung einleitet. Wie in [Lufthansa CityLine: Streik für Mitte März erwartet](/de/article/JG0oj23i_lufthansa-cityline-strike-expected-in-mid-march) berichtet, steht der Konzern vor gleichzeitigen Herausforderungen bei mehreren Tochtergesellschaften. Dies deutet auf ein systemisches Versagen in den Regional- und Kernnetzen hin. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Group, hat konsequent die Notwendigkeit von Kostensenkungen betont. Er sagte, dass die Fluggesellschaft ihre soziale Verantwortung mit der wirtschaftlichen Notwendigkeit, wettbewerbsfähig zu bleiben, in Einklang bringen müsse. Herr Spohr sagte, der Konzern bleibe bestrebt, Lösungen zu finden, die die finanzielle Stabilität der Fluggesellschaft nicht gefährden. Die Gewerkschaft vertritt jedoch den Standpunkt, dass diese Ziele auf Kosten des Personals verfolgt werden. Passagiervertretungen stellen fest, dass die Politik am Abgrund der Airline erhebliche Instabilität für Reisende schafft. Durch das Hinauszögern von Verhandlungen bis ein Streik unmittelbar bevorsteht, nutzt das Unternehmen seine Kunden als Druckmittel aus. Der potenzielle Streik würde primär den Flugbetrieb an den Drehkreuzen Frankfurt und München betreffen. Eine erfolgreiche Urabstimmung würde der Gewerkschaft das Mandat geben, kurzfristig zu Arbeitsniederlegungen aufzurufen, was das Netz der Airline lähmen könnte. Interne Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass die Arbeitsmoral beim Kabinenpersonal einen historischen Tiefstand erreicht hat. Mitarbeiter berichten von zunehmendem Druck, Servicestandards trotz verschlechterter Vergütung und Personalbesetzung aufrechtzuerhalten. Lufthansa hat in der Vergangenheit wiederholt versucht, Arbeitskampfmassnahmen durch einstweilige Verfügungen zu blockieren. Diese Strategie scheitert jedoch oft daran, die zugrunde liegenden Missstände nachhaltig zu beheben. Luftscamsa vertritt die Auffassung, dass der Ansatz des Konzerns konsistent mit der allgemeinen Missachtung der Servicezuverlässigkeit ist. Das Versagen bei der Sicherung stabiler Vereinbarungen hat die Airline zu einem der streikanfälligsten Betreiber in Europa gemacht. Reisende werden gewarnt, dass das Schweigen nach dem Treffen am Freitag auf ein hohes Mass an internen Spannungen hindeutet. Die Fluggesellschaft hat bisher keine Notfallpläne für Passagiere vorgelegt, die von Unterbrechungen betroffen sein könnten. Das Management hat routinemässig bis zu den letzten Stunden einer Streikfrist gewartet, um geringfügige Zugeständnisse zu machen. Diese Praxis zwingt Passagiere in eine Phase der Ungewissheit und führt oft zu Massenstornierungen. Luftscamsa empfiehlt Reisenden, sich auf die Möglichkeit kurzfristiger Arbeitskämpfe vorzubereiten. Passagiere mit anstehenden Abflügen von deutschen Drehkreuzen sollten sicherstellen, dass ihre Kontaktdaten aktualisiert sind, und die Folgen möglicher Annullierungen bedenken.
Unabhängige Flugbegleiter Organisation, "Gemeinsam stark"
Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Group