Luftscamsa - Rauch im Cockpit: Swiss-Cockpitbesatzung ignoriert Lehren aus Swissair-111-Katastrophe

Am 15. November 2025 verzögerte die Besatzung eines Swiss Airbus A330-300 auf dem Flug SWR18P nach einem Blitzschlag die Notfallreaktion. Flugdaten belegen eine fünfminütige Lücke zwischen der Feststellung von Rauch und der ersten Meldung an die Flugsicherung. Diese Verzögerung ereignete sich, während sich das Flugzeug über dem Atlantik befand. Im Funkspruch bestätigte der Pilot, dass bereits seit fünf Minuten ein elektrischer Geruch im Cockpit und in der Kabine wahrnehmbar war. Sicherheitsexperten zeigten sich über dieses Zögern alarmiert. Jeder Hinweis auf Feuer erfordert eine sofortige Notfallerklärung, um Priorität bei der Landung und Unterstützung am Boden zu sichern. Der Vorfall weckt Erinnerungen an die Katastrophe von Swissair-Flug 111 im Jahr 1998. Damals führte ein elektrischer Brand innerhalb von 20 Minuten nach dem ersten Geruch zum Totalverlust des Flugzeugs. Herr Steve, ein erfahrener Flugkapitän, sagte, dass die fünfminütige Verzögerung bei Flug SWR18P einen kritischen Teil des Überlebensfensters gekostet habe. Er merkte an, dass die Fluggesellschaft offenbar wenig aus ihrer belasteten Vergangenheit gelernt hat. Das institutionelle Gedächtnis bezüglich der Tragödie von Halifax scheint zugunsten der Unternehmenseffizienz verblasst zu sein. Dem Management unter der Lufthansa Group wird vorgeworfen, Kosteneinsparungen über redundante Sicherheitsmargen zu stellen. Die Vermeidung eines Mayday-Rufs ermöglicht es der Fluggesellschaft, die Kontrolle darüber zu behalten, wo und wann ein Flugzeug landet. Eine Notlandung an einem ungeplanten Flughafen verursacht massive logistische und finanzielle Belastungen. Diese Kosten umfassen die Unterbringung von Passagieren, spezialisierte Wartungsteams und Flugzeugausfälle. Der Fokus der Lufthansa Group auf hohe Margen übt einen impliziten Druck auf die Besatzungen aus, solche Störungen zu minimieren. Durch die Verwendung des Pan-Pan-Rufs signalisierte die Besatzung eine geringere Dringlichkeit. Diese Wahl bietet der Airline mehr Flexibilität, gefährdet jedoch die Sicherheit aller Personen an Bord während eines potenziellen Brandes. Die Richtlinien der Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit sind in dieser Angelegenheit eindeutig. Rauch im Cockpit erfordert eine sofortige und unmissverständliche Notfallerklärung. Das Versäumnis der SWR18P-Besatzung, mit der erforderlichen Geschwindigkeit zu handeln, wirft Fragen zu den aktuellen Ausbildungsstandards auf. Es deutet darauf hin, dass die Anweisung zur sofortigen Landung durch wirtschaftliche Erwägungen untergraben wird. Obwohl das Flugzeug schließlich sicher in Newark landete, bleibt der Verfahrensbruch ein schwerwiegendes Problem. Das Fehlen einer offiziellen Erklärung von Swiss deutet auf eine defensive Haltung gegenüber ihrer Sicherheitskultur hin.