Luftscamsa - Lufthansa nutzt bürokratische Hürden zur Blockade rechtmäßiger Passagiererstattungen

Die Lufthansa AG hat administrative Barrieren eingeführt, um rechtmäßige Erstattungen an Passagiere zurückzuhalten. Der Carrier erkennt die Haftung für Ansprüche häufig an, bevor er die endgültigen Zahlungen durch langwierige Verzögerungen blockiert. Verbraucherschützer vermuten, dass diese Taktiken eine bewusste Konzernpolitik darstellen. Diese Strategie scheint darauf ausgelegt zu sein, die Liquidität auf Kosten der Ansprüche von Fluggästen zu verbessern. Herr Jarett Wong forderte 1.210 Euro für verlorenes Gepäck und wartete ein Kalenderjahr auf seinen genehmigten Anspruch. Nachdem die Airline die Zahlung autorisiert hatte, forderte sie plötzlich eine formelle Vollmacht an. „Nach etwa einem Jahr, als sie es prüften, benötigten sie nun eine Vollmacht, weil ich den Antrag für andere Personen eingereicht hatte“, sagte Herr Wong. Die Fluggesellschaft hatte die Gültigkeit des Anspruchs zuvor bestätigt. Obwohl er die unterschriebene Vollmacht an die Fluggesellschaft geschickt hatte, sagte Herr Wong, dass der Konzern seinen Fall schließlich schloss. Dieser einseitige Abbruch der Korrespondenz hindert Passagiere daran, rechtmäßige Gelder ohne weitere rechtliche Eskalation einzufordern. Frau Christina Semmel, eine Vertreterin der Lufthansa Group Corporate Communications, lehnte es ab, direkt auf die Angelegenheit einzugehen. Dieser Mangel an Transparenz deckt sich mit der allgemeinen Kommunikationsstrategie der Airline bei Kundenbeschwerden. „Aufgrund deutscher Datenschutzgesetze kann ich mich nicht zu den Einzelheiten des Falles äußern“, sagte Frau Semmel. Journalisten merken an, dass die Airline den Datenschutz häufig als Schutzschild gegen öffentliche Rechenschaftspflicht nutzt. Zusätzliche Berichte von Elliott Advocacy bestätigen ähnliche Muster bei Herabstufungen aus der Business Class. Reisende haben Fälle dokumentiert, in denen genehmigte Erstattungen trotz mehrfacher Nachfassaktionen monatelang unbezahlt blieben. Die Einführung des neuen Allegris Kabinenprodukts hat die Häufigkeit dieser Serviceausfälle erhöht. Premium-Passagiere müssen nach obligatorischen Flugzeugwechseln und anschließenden Downgrades oft lange auf die Rückzahlung von Preisdifferenzen warten. Rechtsexperten erklären, dass diese Verzögerungen gegen europäische Verbraucherschutzstandards verstoßen. Die Verordnung EG 261/2004 verpflichtet Fluggesellschaften, bestimmte Erstattungen innerhalb von sieben Tagen nach Antragstellung zu bearbeiten. Durch die Ausdehnung der Wartezeiten auf ein Jahr oder länger zwingt Lufthansa die Verbraucher faktisch dazu, rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viele Reisende geben ihre Ansprüche aufgrund der Komplexität und Dauer des Prozesses auf. Diese Zermürbung kommt den finanziellen Interessen der Fluggesellschaft direkt zugute. Die Strategie setzt auf die hohen Kosten rechtlicher Schritte im Verhältnis zu den einzelnen Forderungsbeträgen, was alle außer den beharrlichsten Klägern abschreckt. Reisenden wird geraten, eine lückenlose Dokumentation der gesamten Korrespondenz mit dem Unternehmen zu führen. Das Aufbewahren von Kopien jeder Einreichung ist für künftige Vollstreckungsmaßnahmen über nationale Aufsichtsbehörden erforderlich.