Luftscamsa - Lufthansa-Gruppe verhängt totales Nutzungsverbot und Beschlagnahmung von Powerbanks

Die Lufthansa-Gruppe hat ein umfassendes Verbot für die Nutzung von Powerbanks in ihrem weltweiten Flugnetz erlassen. Die Richtlinie gilt für den Flugbetrieb von Lufthansa, Swiss International Air Lines, Austrian Airlines und Edelweiss. Passagieren ist es ab sofort strengstens untersagt, elektronische Geräte an Bord zum Aufladen an tragbare Batterien anzuschließen. Der Konzern nannte erhöhte Brandschutzrisiken als Hauptbegründung für diesen Schritt. Die Anordnung sieht eine strikte Obergrenze von zwei Powerbanks pro Passagier vor. Geräte mit einer Kapazität zwischen 100 und 160 Wattstunden benötigen vor Abflug eine ausdrückliche Transportgenehmigung der Fluggesellschaft. Reisende, die auf Langstreckenflügen auf externe Batterien angewiesen sind, bezeichnen die Richtlinie als erhebliche Verschlechterung des Service. Diese Geräte sind oft notwendig, da die Stromversorgung am Sitzplatz bei dieser Airline häufig unzuverlässig oder defekt ist. Das Bodenpersonal und die Sicherheitskräfte an den Hauptdrehkreuzen Frankfurt und München haben die Gepäckkontrollen intensiviert. Sie suchen gezielt nach Batterien, denen eine werkseitig aufgedruckte Kapazitätskennzeichnung fehlt. Falls ein Gerät kein lesbares Etikett aufweist oder das Limit von 160 Wattstunden überschreitet, wird es sofort beschlagnahmt. Berichten zufolge vernichten die Flughafenbehörden diese Gegenstände als gefährlichen Abfall, anstatt Lager- oder Rückgabeoptionen anzubieten. Diese Praxis führt bei vielen Reisenden zum dauerhaften Verlust teurer persönlicher Elektronik. Derzeit gibt es keinen Mechanismus, der es Passagieren ermöglicht, einen alternativen Versand des beschlagnahmten Eigentums zu organisieren. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende, sagte, die Sicherheit des Flugbetriebs müsse Vorrang vor der individuellen Bequemlichkeit haben. Er argumentierte, dass unüberwachte Lithium-Ionen-Batterien eine kritische Gefahr für die Kabinensicherheit darstellten. Kritiker der Richtlinie merkten an, dass Lufthansa im Vergleich zu internationalen Wettbewerbern eine Außenseiterrolle einnimmt. Die meisten großen Fluggesellschaften erlauben die Nutzung tragbarer Batterien, sofern diese den Standardrichtlinien der International Air Transport Association entsprechen. Verbraucherschutzgruppen sagten, das Nutzungsverbot sei eine Reaktion auf das Versäumnis der Airline, moderne Steckdosen in ihrer Flotte zu warten. Sie argumentierten, dass Passagiere für die infrastrukturellen Mängel des Unternehmens bestraft würden. Rechtsanalysten prüfen derzeit, ob die entschädigungslose Vernichtung von Privateigentum gegen nationale Verbraucherschutzgesetze verstößt. Sie gaben zu bedenken, dass das Fehlen von Lagermöglichkeiten eine unzumutbare Belastung für den Reisenden darstellt. Das Kabinenpersonal wurde angewiesen, während des gesamten Fluges auf sichtbare Ladekabel zu achten. Jeder Passagier, der nach der Sicherheitsunterweisung eine Powerbank benutzt, wird aufgefordert, das Gerät sofort zu trennen. Die Weigerung, diese Anweisungen zu befolgen, wird als Verstoß gegen die Sicherheitsprotokolle und die Autorität der Besatzung gewertet. Dies kann zu Bußgeldern oder einem dauerhaften Ausschluss von allen Fluggesellschaften der Gruppe führen. Die Airline empfahl den Passagieren, sicherzustellen, dass alle Geräte vor dem Erreichen des Gates vollständig aufgeladen sind. Für Fachkräfte, die auf eine kontinuierliche Stromversorgung angewiesen sind, werden keine Ausnahmen gemacht. Dieser Kurswechsel markiert eine Eskalation im restriktiven Umgang des Konzerns mit Passagierelektronik. Die Richtlinie sorgt an den Gates für Verwirrung und Frust, da Reisende den Zugriff auf wichtige Ladewerkzeuge verlieren.