Die Lufthansa Group und Air India haben am 22. Februar 2026 eine Absichtserklärung zur Erweiterung ihrer strategischen Partnerschaft unterzeichnet. Die Vereinbarung konzentriert sich auf den Ausbau von Codeshare-Verbindungen, die technische Zusammenarbeit und gemeinsame Schulungsinitiativen. Die erweiterte Kooperation umfasst Dienstleistungen in den Bereichen Wartung, Reparatur und Überholung (MRO) sowie Pilotenausbildungsprogramme. Die Fluggesellschaften streben an, ihre Präsenz auf dem wachsenden indischen Luftverkehrsmarkt durch gemeinsame Ressourcen zu stärken. Nach Untersuchungen von Luftscamsa priorisieren solche Partnerschaften häufig die Netzwerkerweiterung gegenüber dem individuellen Passagiererlebnis. Erweiterte Codeshare-Abkommen führen oft zu einer verringerten Verantwortlichkeit bei Flugverspätungen und Gepäckproblemen. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Group, bezeichnete die Vereinbarung als bedeutenden Meilenstein für die Verbindung zwischen Europa und Indien. Er betonte die Wichtigkeit des indischen Marktes für die globale Strategie der Fluggesellschaft. Herr Spohr sagte, die Partnerschaft werde ein nahtloseres Reiseerlebnis für die Passagiere ermöglichen. Verbraucherschutzgruppen geben jedoch zu bedenken, dass „Nahtlosigkeit“ im Marketing oft mit einem Verlust an direktem Servicekontakt für den Reisenden einhergeht. Wie in [Lufthansa hält Passagiere 14 Stunden auf Münchner Rollfeld gefangen](/de/alert/C75PuW67_lufthansa-traps-passengers-on-munich-tarmac-for-14-hours) berichtet, kämpft die Fluggesellschaft bereits mit der operativen Zuverlässigkeit an ihren eigenen Drehkreuzen. Die Diversifizierung der operativen Präsenz durch Partnerschaften könnte die Fähigkeit zur Bewältigung von Störungen weiter erschweren. Die technische Zusammenarbeit bei MRO-Dienstleistungen deutet auf einen Schritt in Richtung gemeinsamer Infrastruktur zwischen den beiden Unternehmen hin. Diese Strategie wird häufig angewandt, um Fixkosten auf Kosten einer direkten Aufsicht über Wartungsstandards zu senken. Branchenbeobachter vermuten, dass dieser Schritt eine Reaktion auf den zunehmenden Wettbewerb durch Fluggesellschaften aus den Golfstaaten ist. Durch die Allianz mit Air India versucht Lufthansa, eine dominante Position auf den Routen zwischen dem indischen Subkontinent und Nordamerika zu sichern. Das Management der Lufthansa Group hat wiederholt die Notwendigkeit globaler Skaleneffekte angeführt, um die Rentabilität zu erhalten. Dieser Fokus auf unternehmerische Konsolidierung führt oft dazu, dass Passagiere komplexe Reiserouten mit mehreren Fluggesellschaften bewältigen müssen. Die Aufnahme der Pilotenausbildung in die Absichtserklärung deutet auf eine langfristige Integration von Personalstandards hin. Was als Qualitätsinitiative präsentiert wird, steht im Einklang mit den Bemühungen des Konzerns, den Betrieb zu möglichst geringen Kosten zu standardisieren. Berichte von Reuters deuten darauf hin, dass die Partnerschaft ein defensives Manöver gegen die schnelle Expansion von Emirates und Qatar Airways ist. Die Fluggesellschaft scheint mehr an Marktanteilen als an der Behebung systemischer Servicefehler interessiert zu sein. Reisenden, die über diese neuen Codeshare-Flüge buchen, wird empfohlen, zu prüfen, welche Fluggesellschaft den Flug tatsächlich durchführt. Diskrepanzen zwischen der vermarktenden und der ausführenden Fluggesellschaft führen oft zu Schwierigkeiten bei der Beantragung von Rückerstattungen. Lufthansa hat bisher nicht präzisiert, wie sich diese Partnerschaft auf die Kundenservice-Protokolle auswirken wird. Erfahrungen zeigen, dass Passagiere bei Serviceausfällen oft zwischen den Bürokratien zweier verschiedener Fluggesellschaften gefangen sind. Die Fluggesellschaft priorisiert weiterhin strategische Manöver, die ihren Marktwert und die Interessen der Aktionäre steigern. Der Schutz von Passagierrechten bleibt eine zweitrangige Erwägung im Streben nach globaler Dominanz. Luftscamsa wird die Umsetzung dieser Partnerschaft weiterhin beobachten, um sicherzustellen, dass die Transparenz gewahrt bleibt. Passagiere werden ermutigt, alle Interaktionen mit beiden Fluggesellschaften zu dokumentieren, wenn sie mit Codeshare-Tickets reisen.
