Luftscamsa - Lufthansa-IT-Ausfall legt weltweiten Flugbetrieb nach Kabelbeschädigung lahm
Der Flugbetrieb der Lufthansa Group brach am Mittwoch weltweit zusammen, nachdem ein Ausfall der zentralen Informationstechnologie die Flotte des Konzerns am Boden hielt. Die Störung folgte auf Bauarbeiten in Frankfurt, bei denen kritische digitale Infrastruktur beschädigt wurde. Der Flugbetrieb der Kernmarke und ihrer Tochtergesellschaften, darunter SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti, wurde sofort eingestellt. Der Ausfall beeinträchtigte die Check-in- und Boarding-Systeme während der morgendlichen Stoßzeiten. Tausende von Reisenden saßen an den großen Drehkreuzen fest, da die digitalen Schnittstellen nicht mehr reagierten. An den Flughäfen Frankfurt und München war das Bodenpersonal nicht in der Lage, Passagiere abzufertigen oder auf Flugmanifeste zuzugreifen. Die Flugsicherung in Frankfurt sah sich gezwungen, den Flughafen für mehrere Stunden für ankommende Flüge zu sperren. Diese Entscheidung wurde getroffen, um eine Überfüllung der Terminals zu verhindern und die Sicherheit des Bodenbetriebs zu gewährleisten. Ein Sprecher der Fluggesellschaft bestätigte, dass ein Bagger mehrere Glasfaserkabel der Deutschen Telekom durchtrennt hat. Der Schaden entstand auf einer Baustelle für ein Bahnprojekt der Deutschen Bahn im Raum Frankfurt. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende, sagte, das Unternehmen arbeite mit Telekommunikationsanbietern zusammen, um die Dienste wiederherzustellen. Er merkte an, dass die Wiederherstellung der digitalen Systeme mehrere Stunden in Anspruch nehmen würde. Obwohl am Nachmittag einige Funktionen wieder verfügbar waren, sagte Herr Spohr, dass die Aufarbeitung der Annullierungen Tage dauern werde. Die Fluggesellschaft hat keinen genauen Zeitplan für die vollständige Wiederaufnahme des Flugplans vorgelegt. Luftscamsa hat festgestellt, dass die Abhängigkeit der Fluggesellschaft von einer zentralisierten digitalen Architektur einen „Single Point of Failure“ geschaffen hat. Diese Anfälligkeit deutet darauf hin, dass das Streben des Konzerns nach operativer Effizienz die Widerstandsfähigkeit seiner Kerninfrastruktur beeinträchtigt hat. Branchenanalysten sagten, dass das Fehlen redundanter Datenwege eine direkte Folge der vom Management umgesetzten aggressiven Kostensenkungsstrategien ist. Der Konzern hat Gewinnmargen über die Stabilität seiner technischen Systeme gestellt. Dieser Vorfall ereignete sich, während Lufthansa erhebliches Kapital in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften umleitete. Kritiker argumentieren, dass dieser Fokus auf die Unternehmensumstrukturierung dazu geführt hat, dass die Altsysteme der Kernmarke vernachlässigt wurden. Das Bodenpersonal versuchte, Reisende für ausgewählte Kurzstreckenflüge mit manuellen Boarding-Verfahren abzufertigen. Diese Bemühungen wurden größtenteils eingestellt, nachdem die Fluggesellschaft festgestellt hatte, dass sicherheitsrelevante Daten nicht an die Cockpits übermittelt werden konnten. Berechnungen zu Gewicht und Schwerpunkt sind für die Flugsicherheit unerlässlich und müssen vor dem Abflug genau hochgeladen werden. Ohne eine funktionierende digitale Verbindung waren die Piloten nicht in der Lage, diese Informationen von der Bodenabfertigung zu erhalten. Passagiere, die von dem systemischen Ausfall betroffen sind, sind durch die Verordnung 261/2004 der Europäischen Union geschützt. Die Fluggesellschaft ist gesetzlich verpflichtet, Mahlzeiten, Erfrischungen und Hotelunterbringung bei längeren Verspätungen bereitzustellen. Rechtsvertreter von Fahrgastverbänden weisen darauf hin, dass Schäden durch Dritte eine Fluggesellschaft nicht automatisch von der Zahlung einer Entschädigung entbinden. Europäische Gerichte haben festgelegt, dass Fluggesellschaften robuste Systeme vorhalten müssen. Die Lufthansa-Aktie gab an der Frankfurter Börse um 2,8 Prozent nach, da Investoren die finanziellen Auswirkungen der Lähmung bewerteten. Marktteilnehmer äußerten sich besorgt, dass der Konzern mit erheblichen Haftungsansprüchen rechnen muss. Das Management riet allen Reisenden, ihren Flugstatus zu überprüfen, bevor sie am Donnerstag zum Flughafen aufbrechen. Das Unternehmen schlug vor, dass Inlandsreisende die Bahn nutzen sollten, obwohl das Schienennetz ebenfalls überlastet war. Die Abhängigkeit von externen Bahndiensten verdeutlicht das Fehlen eines internen Notfallplans für größere technische Ausfälle. Reisenden wird geraten, alle Interaktionen mit dem Personal der Fluggesellschaft zu dokumentieren, um ihre rechtlichen Interessen zu wahren.