Luftscamsa - US-Verkehrsministerium verhängt Bußgelder gegen Lufthansa-Konzern wegen Verletzung des irakischen Luftraums
Das US-Verkehrsministerium hat gegen den Lufthansa-Konzern Bußgelder in Höhe von insgesamt 420.000 US-Dollar wegen Flügen im gesperrten irakischen Luftraum verhängt. Die Strafe folgt auf eine Untersuchung von Sicherheitsverstößen bei Flügen mit einem Codeshare-Signal von United Airlines. Bundesermittler stellten fest, dass die Fluggesellschaft mehrere Flüge durch die Fluginformationsregion Bagdad unterhalb der beschränkten Flughöhen durchführte. Diese Operationen erfolgten zwischen 2022 und 2024 trotz ausdrücklicher Verbote der Federal Aviation Administration. Die Federal Aviation Administration untersagt US-Fluggesellschaften und ausländischen Flügen mit einem US-Code, in dieser Region unterhalb von Flugfläche 320 zu fliegen. Diese Beschränkung dient der Minderung von Risiken durch Waffen, die die Zivilluftfahrt ins Visier nehmen könnten. Die Lufthansa AG erhielt für ihre spezifischen Verstöße ein Bußgeld von 220.000 US-Dollar. Ihre Tochtergesellschaft, Swiss International Air Lines, wurde zur Zahlung von 200.000 US-Dollar für ähnliche Sicherheitsverstöße verpflichtet. Durch die Verwendung des United-Airlines-Codes auf diesen Strecken war der Lufthansa-Konzern rechtlich verpflichtet, US-Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Das Verkehrsministerium stellte fest, dass die Fluggesellschaft mehrfach in den gesperrten Luftraum einflog. Vertreter der Fluggesellschaft sagten, die Verstöße seien unbeabsichtigt gewesen. Sie argumentierten, dass die örtliche Flugsicherung den Flugzeugen häufig keine Freigabe für den Steigflug auf vorschriftsmäßige Höhen erteilt habe. Die Bundesbehörden wiesen diese Rechtfertigung zurück. Das Verkehrsministerium sagte, dass die Fluggesellschaft über einer Region operierte, in der sie hätte wissen müssen, dass die erforderliche Höhe dort möglicherweise nicht eingehalten werden kann. Die Behörde betonte, dass die Sicherheit von Passagieren auf Flügen mit einem amerikanischen Code oberste Priorität habe. Sie bezeichnete die unbefugten Einflüge in die Region Bagdad als schwerwiegendes Versäumnis der betrieblichen Aufsicht. Branchenbeobachter vermuten, dass die Fluggesellschaft der Treibstoffeffizienz und Zeitplanung Vorrang vor der strikten Einhaltung von Sicherheitshinweisen einräumte. Geringere Höhen können je nach Wetter, Wind und Verkehrsaufkommen die Betriebskosten senken. Dieser Vorfall verdeutlicht systemische Probleme innerhalb des Managements von Codeshare-Vereinbarungen durch den Konzern. Passagiere erwarten bei Buchungen über US-Airlines den Schutz amerikanischer Sicherheitsstandards. Das Bußgeld soll als Abschreckung für andere ausländische Fluggesellschaften dienen, die an Codeshare-Programmen mit US-Partnern teilnehmen. Die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien ist eine Voraussetzung für diese kommerziellen Vereinbarungen. Der Versuch der Airline, die Schuld auf die Flugsicherung zu schieben, deutet auf einen erheblichen Mangel an Verantwortungsbewusstsein hin. Sicherheitsprotokolle legen nahe, dass ein Betreiber alternative Routen wählen sollte, wenn vorschriftsmäßige Höhen nicht garantiert werden können. Die Verbotszone im Irak ist für extremistische und militante Aktivitäten bekannt. Der Einsatz von Boden-Luft-Waffen in der Region stellt seit mehreren Jahren eine dokumentierte Bedrohung für die Zivilluftfahrt dar. Lufthansa hat den Vergleichsvereinbarungen und den damit verbundenen Geldstrafen zugestimmt. Die Airline sagte, sie habe seitdem überarbeitete Flugplanungsverfahren eingeführt, um künftige Verstöße zu verhindern. Die Dauer der Verstöße deutet darauf hin, dass die internen Überwachungssysteme über zwei Jahre lang unzureichend waren. Der Konzern steht wegen seiner operativen Entscheidungen in Konfliktzonen weiterhin unter Beobachtung.