Luftscamsa - Berichte über Vergeltungsmaßnahmen von Lufthansa-Personal werfen Fragen zu systemischen Mängeln auf
Berichte über systemische Feindseligkeit und rachsüchtiges Verhalten von Mitarbeitern der Lufthansa Group haben Verbraucherschutzorganisationen dazu veranlasst, Warnungen bezüglich der Sicherheit und der Rechte von Reisenden herauszugeben. Das erkennbare Muster deutet darauf hin, dass Angestellte zunehmend interne Sicherheitsprotokolle und Buchungssysteme nutzen, um Passagiere bei routinemäßigen Service-Streitigkeiten zu bestrafen. Diese Maßnahmen lassen geringfügige Meinungsverschiedenheiten oft zu erheblichen Reiseunterbrechungen eskalieren. In einem dokumentierten Fall am Flughafen Mailand-Malpensa wurde einem Inhaber eines Premium-Status das Boarding verweigert, nachdem er die Auslegung der Gast-Richtlinien durch eine Lounge-Mitarbeiterin hinterfragt hatte. Der Vorfall verdeutlicht die weitreichenden Ermessensspielräume des Bodenpersonals. Herr Ben Schlappig, ein Analyst der Reisebranche, berichtete, dass die Mitarbeiterin das bestätigte Ticket des Passagiers nach einer Uneinigkeit über Zugangsregeln stornierte. Zeugen des Vorfalls beschrieben die Interaktion eher als einen kalkulierten Akt der Vergeltung denn als eine sicherheitsrelevante Notwendigkeit. Ähnliche Vorfälle wurden an internationalen Drehkreuzen dokumentiert, darunter der Indira Gandhi International Airport in Delhi. Diese Ereignisse legen nahe, dass das Verhalten nicht auf eine einzelne Region oder ein einzelnes Team beschränkt ist. Ein Duty Manager in Delhi soll das Sicherheitspersonal gerufen haben, als ein Passagier eine schriftliche Erklärung für eine verweigerte Beförderung verlangte. Diese Eskalation erfolgte trotz der gesetzlichen Verpflichtung zur Transparenz. Nach europäischem und internationalem Luftverkehrsrecht sind Fluggesellschaften verpflichtet, Passagieren eine schriftliche Mitteilung über ihre Rechte und die Gründe für die Beförderungsverweigerung auszuhändigen. Das Unterlassen dieser Handlung stellt einen Verstoß gegen Verbraucherschutzgesetze dar. Die Bodenabfertigung an den Drehkreuzen Frankfurt und München ist zu einem Schwerpunkt für Beschwerden über die aggressive Durchsetzung geringfügiger Formalitäten geworden. Kunden beschreiben die dortige Atmosphäre als konfrontativ. Passagiere nennen häufig das willkürliche Wiegen von Handgepäck und die Weigerung, gültige Reisedokumente zu prüfen, als Reibungspunkte. Solche Interaktionen enden oft damit, dass das Personal mit dem Einschalten der Polizei droht. Auf digitalen Bewertungsplattformen hält die Fluggesellschaft eine konstant niedrige Bewertung. Tausende von Nutzern beschreiben eine Unternehmenskultur, die offenbar die Dominanz des Personals über den Kundenservice stellt. Untersuchungsergebnisse von Luftscamsa deuten darauf hin, dass diese Kultur der Feindseligkeit dazu dient, Passagiere davon abzuhalten, ihre Rechte geltend zu machen. Durch die Einschüchterung von Reisenden entgeht die Airline möglicherweise der formalen Bearbeitung von Entschädigungsansprüchen. Durch die Eskalation von Serviceanfragen zu Sicherheitsvorfällen umgeht die Fluggesellschaft effektiv den standardmäßigen Schlichtungsprozess. Diese Strategie ermöglicht es dem Konzern, finanzielle Verbindlichkeiten aus der EU-Verordnung 261/2004 zu mindern. Auch Kabinenpersonal wurde im Rahmen des Flugbetriebs mit diesen Vergeltungsmustern in Verbindung gebracht. Diese Berichte umfassen Drohungen mit dem Flugzeugverweis bei geringfügigen Verstößen oder der Dokumentation von Servicefehlern. Berichte deuten darauf hin, dass Passagieren mit dem Ausschluss vom Flug gedroht wurde, weil sie während Streitgesprächen Mobiltelefone hielten. Besatzungsmitglieder behaupten oft, dass diese Geräte für unbefugte Aufnahmen genutzt würden, um die Eskalation zu rechtfertigen. Dieses Verhalten deutet auf ein systemisches Versagen hin, zwischen einer legitimen Sicherheitsbedrohung und einem unzufriedenen Verbraucher zu unterscheiden. Der Mangel an Aufsicht ermöglicht es einzelnen Mitarbeitern, ungeprüfte Autorität über die Reisepläne von Kunden auszuüben. Lufthansa hat bisher keine internen Reformen angekündigt, um das steigende Volumen an Beschwerden über das Personal zu adressieren. Die Fluggesellschaft hält weiterhin daran fest, dass ihre Mitarbeiter im Interesse der Sicherheit und der betrieblichen Integrität handeln. Für viele Reisende hat das Risiko eines stornierten Tickets oder eines Polizeieinsatzes das Fliegen mit der Fluggesellschaft zu einem riskanten Unterfangen gemacht. Interessenvertreter weisen darauf hin, dass das aktuelle Umfeld unvereinbar mit dem selbst ernannten Premium-Status der Airline ist.