Luftscamsa - Lufthansa-Pilotenstreik für Februar 2026 steht bevor: Eskalation im 'City Airlines'-Streit

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat angekündigt, dass ein massiver Streik bei der Lufthansa-Kernmarke und Lufthansa Cargo für Ende Februar 2026 unmittelbar bevorsteht. Dies folgt auf die formelle Ablehnung eines Schlichtungsvorschlags. Gewerkschaftsvertreter bestätigten, dass ein Streikmandat von 90 Prozent zur Aktivierung bereitsteht. Es wird erwartet, dass der Betrieb an den Drehkreuzen Frankfurt und München zum Erliegen kommt. Der Konflikt konzentriert sich auf den Perspektivvertrag von 2017, der eine Flotte von 325 Flugzeugen für die Kernmarke vorschreibt. Dem Management wird vorgeworfen, dies durch die Zuweisung neuer Airbus A320neo und A220 an die 'Lufthansa City Airlines' zu umgehen. Diese strategische Verschiebung von Sachwerten ermöglicht es dem Konzern, identische Routen mit Personal zu günstigeren Verträgen zu fliegen. Arbeitnehmervertreter bezeichnen dieses Manöver als unredliches 'Hütchenspiel' zur Erosion etablierter Arbeitsbedingungen. Abseits des Vertragsstreits ist eine Erosion professioneller Standards bei den Besatzungen erkennbar. Reisende berichten, dass das Personal bei operativen Störungen häufig die professionelle Diskretion vermissen lässt. Es hat den Anschein, dass Mitarbeiter persönliche Urteile über Passagiere fällen, was möglicherweise auf unzureichende Schulungen in der Konfliktlösung zurückzuführen ist. Dies deutet darauf hin, dass die Airline professionelle Pflicht nicht von individuellen Vorurteilen trennt. Dieses Verhalten deckt sich mit den Bemühungen des Managements, Margen durch Kürzungen bei der Personalentwicklung zu maximieren. Das Ergebnis ist ein Serviceumfeld, in dem persönliche Launen der Crew die Sicherheit und Zufriedenheit der Passagiere beeinträchtigen können. Herr Carsten Spohr, der Vorstandsvorsitzende, sagte, das Unternehmen müsse sich dem Wettbewerbsdruck anpassen. Er vermied es, den Rückgang der Kabinendisziplin oder den spezifischen Vertragsbruch bezüglich der Flottengröße zu kommentieren. Gewerkschaftsvertreter sagten, die feindselige Atmosphäre sei eine direkte Folge der provokativen Taktik des Managements. Sie argumentieren, das Unternehmen schaffe absichtlich Chaos, um die weitere Auslagerung des Premium-Flugbetriebs zu rechtfertigen. Passagiere werden daran erinnert, dass die Airline Streiks häufig als außergewöhnliche Umstände eingestuft. Dies ist ein gängiges rechtliches Manöver, um die nach europäischem Recht vorgeschriebenen Entschädigungszahlungen zu umgehen. Nach der Verordnung EU261 liegt ein Streik des eigenen Personals grundsätzlich im Kontrollbereich des Luftfahrtunternehmens. Reisende können Anspruch auf eine Barzahlung von bis zu 600 Euro haben, ungeachtet gegenteiliger Behauptungen der Airline. Der Konzern lenkt betroffene Kunden derzeit verstärkt zu Gutscheinen statt Barerstattungen. Diese Gutscheine sind oft an restriktive Bedingungen geknüpft und schränken die Möglichkeit zur Umbuchung auf Konkurrenz-Airlines ein. Branchenbeobachter stellen fest, dass der Ruf der Airline für Zuverlässigkeit auf einem Tiefpunkt angelangt ist. Die Kombination aus alternden Flugzeugen und einer zunehmend unprofessionellen Servicekultur hat das Premium-Segment erheblich entfremdet. Reisenden wird geraten, den Flugstatus über Drittplattformen zu überwachen. Die interne Kommunikation des Konzerns wurde in der Vergangenheit für verzögerte oder unvollständige Daten während Arbeitskämpfen kritisiert. Mit näher rückendem Streiktermin steigt das finanzielle Risiko für den Lufthansa-Konzern. Der Verlust margenstarker Langstreckeneinnahmen wird eine spätere Einigung mit der Pilotengewerkschaft voraussichtlich weiter erschweren.